Das Banjo hat fünf Saiten, aber eine davon ist etwas Besonderes. Wenn du weißt, wie sie heißen und wo sie liegen, verstehst du Griffbilder und Tabulatur viel schneller.
Die Nummern
Die Saiten werden von der dünnsten zur dicksten gezählt – also von unten nach oben, wenn du das Banjo hältst. Die Saite, die dem Boden am nächsten ist, ist die 1. Saite. Dann kommen die 2., 3. und 4. Saite. Die 5. Saite liegt ganz oben, neben der 4. – und sie ist kurz.
Die Töne in Open G
- 5. Saite: g – hoch, kurz, beginnt erst am 5. Bund
- 4. Saite: D – die tiefste Saite
- 3. Saite: G
- 2. Saite: B (im Deutschen auch H genannt)
- 1. Saite: D – eine Oktave höher als die 4.
Saiten im Griffbild finden
Ein Griffbild zeigt den Hals so, als ob das Banjo vor dir an der Wand hängt: Der Sattel ist oben, die senkrechten Linien sind die Saiten. Die dicke 4. Saite ist links, die 1. Saite rechts. Die kurze 5. Saite wird oft gar nicht eingezeichnet, weil sie meistens leer mitklingt. Wenn du beim Üben unsicher bist, zupf jede Saite einzeln an und sag ihre Nummer laut – nach ein paar Tagen weißt du sie auswendig.
Warum ist die 5. Saite so kurz?
Die 5. Saite hat ihren eigenen Wirbel seitlich am Hals und beginnt erst am 5. Bund. Man spielt sie fast immer leer, also ohne zu greifen. Sie klingt wie ein heller, gleichbleibender Ton zwischen den anderen – eine Bordunsaite. Dieser Ton gibt dem Banjo seinen typischen, glitzernden Klang. Meist schlägt sie der Daumen an.
Wenn du alle fünf Saiten leer anschlägst, hörst du einen G-Dur-Akkord. Deshalb heißt diese Stimmung Open G – „offenes G“. Wie du sie einstellst, steht unter Banjo stimmen.
G