Musik hat einen Herzschlag: den Schlag oder Puls. Wenn du zu einem Lied mit dem Fuß wippst, tippst du genau diesen Schlag. Die Schläge werden in kleine Gruppen eingeteilt, die Takte. Der erste Schlag in jedem Takt ist ein bisschen stärker – auf ihm wechselt man meistens den Akkord.
Was die zwei Zahlen bedeuten
Am Anfang eines Liedes steht oft ein Bruch wie 4/4 oder 3/4. Die obere Zahl sagt dir, wie viele Schläge in einem Takt sind. Die untere Zahl verrät, welcher Notenwert als ein Schlag zählt – für den Anfang reicht die obere Zahl völlig.
- 4/4 – zähle „1 2 3 4“. Die häufigste Taktart, zum Beispiel bei Hänschen klein oder Mary Had a Little Lamb.
- 3/4 – zähle „1 2 3“. Der Walzer-Takt, schwingt wie eine Schaukel. Hör dir Zum Geburtstag viel Glück oder My Bonnie an.
- 2/4 – zähle „1 2“. Klingt wie Marschieren: Summ, summ, summ.
- 6/8 – zähle „1 2 3 4 5 6“ und betone 1 und 4. Das klingt wiegend, wie ein Boot auf Wellen: Stille Nacht.
Den Takt im Körper spüren
- Hör ein Lied an und klatsche jeden Schlag mit.
- Klatsche die 1 laut und die anderen Schläge leise. Jetzt hörst du, wie lang ein Takt ist.
- Spiele dann einen einzigen Akkord und schlage auf jeden Schlag einmal nach unten an.
Im Rhythmus-Werkzeug der App kannst du die Taktart einstellen. Das Metronom betont dann die 1, und du hörst sofort, wo ein neuer Takt beginnt. Wie du damit am besten übst, steht in Mit Metronom üben.
Rhythmus üben