Noten lesen dauert eine Weile. Für Saiteninstrumente gibt es eine Abkürzung: die Tabulatur, kurz Tab. Sie zeigt nicht, wie ein Ton heißt, sondern wo du ihn greifst: auf welcher Saite und in welchem Bund. Damit kannst du schon am ersten Tag eine Melodie spielen.
Linien sind Saiten
Eine Tab hat so viele waagerechte Linien, wie dein Instrument Saiten hat: vier bei der Ukulele, sechs bei der Gitarre, fünf beim Banjo. Die oberste Linie ist die Saite, die am höchsten klingt – also die, die beim Spielen dem Boden am nächsten ist. Das verwirrt am Anfang, weil es wie auf den Kopf gestellt aussieht. Stell dir einfach vor, du schaust von oben auf dein Instrument auf dem Schoß.
Zahlen sind Bünde
- 0 heißt: leere Saite, nichts greifen.
- 1, 2, 3 … heißt: Diesen Bund drücken und die Saite anschlagen.
- Du liest von links nach rechts, wie in einem Buch.
- Stehen mehrere Zahlen genau übereinander, spielst du sie gleichzeitig – das ist dann ein Akkord.
Was die Tab nicht verrät
Eine einfache Tab zeigt oft nicht, wie lang ein Ton dauert. Darum hilft es sehr, die Melodie schon zu kennen oder sie vorher anzuhören. Manche Tabs haben zusätzlich Rhythmuszeichen oder Liedtext darunter. Bei Banjo-Tabs steht oft noch ein Buchstabe dabei, der den Finger der Zupfhand angibt: T für Daumen, I für Zeigefinger, M für Mittelfinger.
Tabs in der App
Bei Liedern mit Melodie kannst du die Tabulatur einblenden: Unter jeder Silbe stehen dann Saite und Bund. Probier es mit Alle meine Entchen oder Twinkle, Twinkle, Little Star. Auch beim Blues siehst du die Töne direkt auf dem Hals, wie in einer Tab.
Lieder spielen Blues spielen